Sperrliste Gespa: Welche Wettanbieter sind in der Schweiz gesperrt?

Updated Juli 2026
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Gespa Sperrliste Schweiz: Welche Wettanbieter sind gesperrt und wie funktioniert das Domainblocking?

Was ist die Gespa-Sperrliste und wie entsteht sie?

Als ich das erste Mal auf eine gesperrte Wettseite stiess, erschien im Browser schlicht eine Seite des Internetanbieters mit dem Hinweis, dass der Zugriff gesperrt sei. Kein Drama, keine Strafdrohung – nur eine stille Umleitung. Dieses Erlebnis machte mir klar, wie leise das Schweizer Sperrsystem funktioniert. Die Gespa – die Interkantonale Geldspielaufsicht (gespa.ch) – ist die Behörde, die für die Überwachung und Regulierung von Grossspielen, einschliesslich Online-Sportwetten, in der Schweiz zuständig ist.

Die Sperrliste der Gespa entsteht durch ein gesetzlich geregeltes Verfahren: Wenn ein Anbieter ohne Schweizer Konzession Online-Sportwetten oder andere Geldspiele anbietet und sich auf dem Schweizer Markt richtet, kann die Gespa einen Sperreintrag vornehmen. Der Prozess sieht vor, dass neue Blocking-Listen veröffentlicht werden, gegen die betroffene Anbieter formal Einspruch erheben können. Laut Gespa Jahresbericht und Statistik 2024 enthielt die Blocking-Liste am Ende des Jahres 490 gesperrte Domains. Im gesamten Jahr 2024 wurden vier neue Sperrlisten veröffentlicht, und gegen keine davon gingen Einsprüche ein.

Entstehung der Gespa-Sperrliste in der Schweiz: rechtliche Grundlage und Verfahrensablauf

Parallel dazu führt die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) eine eigene Sperrliste für Online-Casino-Angebote. Beide Mechanismen basieren auf dem BGS (Bundesgesetz über Geldspiele, SR 935.51), Art. 84–85, der die Fernmeldedienstanbieterinnen – also Schweizer Internet Service Provider – verpflichtet, gesperrte Adressen technisch zu blockieren.

Wie wird die Internetsperre technisch umgesetzt?

Das Domainblocking in der Schweiz ist DNS-basiert: Die Gespa veröffentlicht eine Liste gesperrter Domains, und Schweizer Internet Service Provider (ISPs) sind per Gesetz verpflichtet, diese Domains für ihre Kundinnen und Kunden aufzulösen – aber auf eine Sperrseite umzuleiten statt auf die eigentliche Webseite. Im Fachausdruck nennt man diese Verpflichteten „Fernmeldedienstanbieterinnen“ gemäss dem BGS.

Technische Umsetzung des Domainblockings durch Schweizer ISPs auf Basis der Gespa-Sperrliste

Dieser Mechanismus blockiert den gewöhnlichen Aufruf der gesperrten Domain im Browser. Er ist wirksam gegenüber dem durchschnittlichen Nutzer, setzt aber keine technischen Hindernisse, die für technisch erfahrene Nutzer unüberwindbar wären. Das Gesetz richtet sich primär an die Anbieter und ISPs, nicht an die Spieler selbst – weshalb es für Spieler keine strafrechtliche Konsequenz gibt, wenn sie einen gesperrten Dienst trotzdem aufrufen könnten.

Aktuelle Zahlen – 490 gesperrte Domains der Gespa und 2093 ESBK-Einträge

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache über das Ausmass des unlizenzierten Marktangebots für Schweizer Spieler. Per Ende 2024 enthielt die Gespa-Sperrliste für Sportwetten und Lotterien exakt 490 Domains – ein Wert, der kontinuierlich anwächst, seit das BGS in Kraft getreten ist. Parallel dazu umfasste die ESBK-Liste gesperrter Online-Spielangebote per 31. Dezember 2024 insgesamt 2093 Einträge – das sind 601 mehr als ein Jahr zuvor, ein Plus von +40% gegenüber dem Vorjahreswert (ESBK Tätigkeitsbericht 2024, Medienmitteilung 25. Juni 2025).

Aktuelle Zahlen der Gespa-Sperrliste 2024: 490 gesperrte Domains und 2093 ESBK-Einträge im Überblick

Diese Grössenordnung zeigt: Der unlizenzierte Markt ist erheblich, und die Schweizer Behörden weiten ihre Durchsetzung konsequent aus. Die ESBK-Zahlen umfassen primär Casino-Angebote, die Gespa-Zahlen beziehen sich auf Lotterien und Sportwetten. Beide Behörden arbeiten jedoch koordiniert, und die Sperr-Mechanismen greifen auf dieselbe ISP-Verpflichtung zurück.

Was bedeutet ein gesperrter Anbieter für Schweizer Spieler konkret?

Wenn ein Spieler versucht, eine gesperrte Domain aufzurufen, landet er auf einer Sperrseite des ISPs – der Buchmacher ist im normalen Browserzugriff nicht erreichbar. Das bedeutet: Offene Wetten, Guthaben auf Konten, laufende Bonusaktionen – all das ist für den Spieler faktisch nicht mehr zugänglich. Wer Guthaben auf einem gesperrten Anbieter hatte, dem wird der Zugriff auf Auszahlungen erschwert.

Folgen der Gespa-Sperrung für Schweizer Spieler: gesperrte Konten, Guthaben und Einschränkungen

Aus rechtlicher Sicht gilt: Schweizer Spieler werden nicht strafrechtlich verfolgt, wenn sie bei einem gesperrten Anbieter gespielt haben oder weiterhin spielen. Das Gesetz richtet sich gegen die Anbieter selbst. Dennoch ist die praktische Empfehlung klar: Wer bei einem nicht gesperrten, international lizenzierten Anbieter wetten möchte, wählt einen, der aktuell nicht auf der Gespa-Liste steht – und prüft das regelmässig. Mehr Hintergründe zu Anbietern ohne Sperrlisten-Eintrag gibt es im Artikel zu internationalen Wettanbietern ohne Sperrliste.

Wie Spieler prüfen können, ob ein Anbieter auf der Sperrliste steht

Die Gespa veröffentlicht ihre aktuelle Sperrliste auf der offiziellen Webseite gespa.ch. Dort sind alle gesperrten Domains aufgeführt, und die Liste wird nach jeder neuen Sperrveröffentlichung aktualisiert. Der einfachste Weg: Vor dem Anlegen eines Kontos bei einem internationalen Anbieter die Domain auf der Gespa-Liste prüfen. Das dauert weniger als eine Minute.

So prüfen Schweizer Spieler ob ein Wettanbieter auf der Gespa-Sperrliste steht

Ein zweites Indiz: Wenn ein Anbieter über Schweizer ISPs im normalen Browser problemlos erreichbar ist, steht er (noch) nicht auf der Liste. Das ist kein Qualitätssignal, aber ein pragmatisches Zugangskriterium. Wer tiefergehende Informationen über den Umgang mit gesperrten Anbietern und die Rechtsfragen rund um die Erreichbarkeit sucht, findet diese im Artikel zu VPN und Sportwetten in der Schweiz.

Was ist die Gespa-Sperrliste und wer wird darauf gesetzt?

Die Gespa-Sperrliste ist ein Verzeichnis von Domains ausländischer Glücksspielanbieter, die ohne Schweizer Konzession Online-Sportwetten oder andere Geldspiele für Schweizer Nutzer anbieten. Die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) trägt Anbieter nach einem formellen Verfahren in die Liste ein; die Schweizer ISPs sind gesetzlich verpflichtet, diese Domains zu blockieren.

Kann ich einen gesperrten Anbieter trotzdem nutzen?

Der gewöhnliche Browseraufruf einer gesperrten Domain wird durch Schweizer ISPs auf eine Sperrseite umgeleitet. Das Gesetz richtet sich gegen die Anbieter und ISPs, nicht gegen die Spieler – es gibt keine strafrechtliche Konsequenz für Spieler, die auf gesperrte Angebote zugreifen. Dennoch ist es nicht empfehlenswert, da Guthaben und offene Wetten bei gesperrten Anbietern schwer zugänglich sind.

Wie viele Anbieter stehen aktuell auf der Sperrliste der Gespa?

Laut Gespa Jahresbericht und Statistik 2024 enthielt die Sperrliste Ende 2024 exakt 490 gesperrte Domains. Parallel führt die ESBK eine eigene Liste mit 2093 Einträgen für Online-Casino-Angebote. Beide Listen werden regelmässig aktualisiert und auf den offiziellen Behördenwebseiten veröffentlicht.

Erstellt vom Redaktionsteam „Fussball Wetten Schweiz”.

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